Pressemitteilung
Innovation
27. November 2019

Evonik setzt auf Additive für das Recycling von Kunststoff und Gummi

Evonik erforscht und entwickelt L?sungen zum Recycling von Kunststoffen und Gummi. Als Spezialchemieunternehmen nutzt der Konzern dabei sein umfangreiches Know-how bei Spezialit?ten und Additiven.

? Im Test: Olefinbasiertes Additiv für Wiederverwertung von Verpackungsfolien
? In der Entwicklung: Alkoholate zerlegen PET-Flaschen in Monomere
? Im Markt: Prozessadditiv macht aus alten Reifen robusten Werkstoff

Essen. Evonik erforscht und entwickelt L?sungen zum Recycling von Kunststoffen und Gummi. Als Spezialchemieunternehmen nutzt der Konzern dabei sein umfangreiches Know-how bei Spezialit?ten und Additiven. Die Entwickler arbeiten an L?sungen für mechanisches sowie chemisches Recycling von Kunststoffen. Ein Prozessadditiv zur effizienten Verarbeitung von Altgummi, etwa aus Altreifen, zu einem robusten Werkstoff hat das Unternehmen bereits im Portfolio.


Beim mechanischen Recycling wird der Kunststoff getrennt, gereinigt und dann direkt als Polymer wiederverwendet. Die Herausforderung ist, dass die Qualit?t des Recyclats sich ver?ndert. Derzeit prüft Evonik mit einem gro?en Entsorger, in wieweit der Massenkunststoff Polyethylen, der insbesondere in Verpackungsfolien Verwendung findet, besser wiederverwertet werden kann. M?glich werden k?nnte das mit dem Evonik-Additiv Vestoplast?, ein amorphes Polyolefin, das derzeit vornehmlich in Hei?klebstoffen eingesetzt wird. Es verbessert gezielt Schlagz?higkeit oder das Flie?verhalten des Polyethylens und k?nnte dem recycelten Kunststoff so zu einem zweiten Einsatz beispielsweise im Spritzguss verhelfen.


Ein weiteres Problem sind unangenehme Gerüche, sowohl im Recycling-Prozess als auch in den aus dem Recyclat hergestellten Produkten. Hier k?nnen Geruchsabsorber-Produkte der Marke TEGO Sorb? Abhilfe schaffen, indem sie die Gerüche neutralisieren.


Beim chemischen Recycling wird der Kunststoff – anders als bei der mechanischen Variante - in seine Einzelbausteine zerlegt: aus dem Polymer werden wieder Monomere. Aus den Monomeren k?nnen dann Polymere in gewünschter Qualit?t erzeugt werden – der Stoffkreislauf ist geschlossen. Evonik prüft derzeit die Machbarkeit einer Solvolyse mithilfe von Alkoholaten für PETKunststoffe. Dabei zerlegen sich diese wieder in die beiden Monomere Ethylenglycol und Dimethylterephthalate. PETKunststoffe werden beispielsweise für Getr?nkeflaschen verwendet. Alkoholate, die dieses chemische Recycling m?glich machen, vertreibt Evonik bereits heute für die Herstellung von Biodiesel.


Am Markt erfolgreich ist bereits das Prozessadditiv VESTENAMER? von Evonik. Es erm?glicht Altgummi, etwa aus Altreifen, zu einem robusten Werkstoff effizient zu verarbeiten. VESTENAMER?, ein Polyoctenamer, verbessert die Flie?f?higkeit der Gummimischung und führt zu einer guten Netzwerkdichte zwischen den Gummipartikeln. Altgummi l?sst sich so viel effizienter verarbeiten und das Recyclat verfügt über positive mechanische Eigenschaften. Es findet so Anwendung etwa im Stra?enbau, aber auch in Form von Liegematten für Zuchttiere.

Informationen zum Konzern

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Gesch?fte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel für profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Evonik ist in über 100 L?ndern der Welt aktiv und profitiert besonders von seiner Kundenn?he und seinen führenden Marktpositionen. Im Gesch?ftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen in den fortgeführten Aktivit?ten mit mehr als 32.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 13,3 Mrd. € und einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 2,15 Mrd. €.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen ?u?ern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, k?nnen diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tats?chlichen Ergebnisse oder Entwicklungen k?nnen je nach Ver?nderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.

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